Besuch des 14. Dalai Lama

Am 12. Oktober 2016 besuchte der 14. Dalai Lama das Haus der Religionen in Bern. Nach Visiten in Hindutempel, Moschee, Interkulturellem Buddhistischem Zentrum, alevitischer Dergâh und Kirche sprach der Dalai Lama im Dialogbereich mit Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Religionsgemeinschaften über aktuelle Fragen des interkulturellen Zusammenlebens. Der Gemeinderat der Stadt Bern wohnte dem Anlass bei.

Vom Rundgang durch die Sakralräume und durch den gemeinsamen Dialogbereich zeigte sich der Dalai Lama voll des Lobes: Solche Institutionen wie das Haus der Religionen sollte es in aller Welt geben, meinte seine Heiligkeit. Im Gespräch mit Vertretungen der Aleviten, Bahai, Buddhisten, Christen, Hindus, Juden, Muslimen und Sikhs antwortete der Dalai Lama auf Fragen zu geographischer Heimatlosigkeit und Gewaltfreiheit in einer von Aggression dominierten Wirtschaftswelt. Ebenso sprach er über die innerreligiöse Vielfalt der Religionen und über die Rolle von religiösen Autoritäten in einer globalisierten Weltgesellschaft.

Eindrücklich war sein kraftvolles Statement gegenüber Hüseyin Dagdas, dem alevitischen Vorstandsmitglied des Vereins: Er leide mit den Minderheiten in der Türkei und andernorts mit und es sei wichtig mit voller Kraft, aber - und das betonte der Dalai Lama ausdrücklich - gewaltfrei gegen erlittenes Unrecht zu kämpfen.

Für den Verein Haus der Religionen - Dialog der Kulturen war der Besuch des 14. Dalai Lama, der lieber einfach Bruder genannt wird ("call me brother"), ein tolles Zeichen der Unterstützung für unsere weitere Arbeit für das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft über die Grenzen von Religionen, Kulturen und Sprachen hinaus.

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