Im Gedenken an Anne Marie Im Hof Piguet -
Guter Geist in böser Zeit
Auf den Spuren jüdischer Flüchtlinge von Chapelle des Bois nach Le Sentier
Mit dem Titel "Guter Geist in böser Zeit" unternehmen wir eine Wanderung von Chapelle des Bois nach Le Sentier durch den Hochjura im französisch-schweizerischen Grenzgebiet. Wir begaben uns damit auf das letzte Wegstück einer Strecke, die während des Zweiten Weltkriegs bei Toulouse begann, um jüdische Kinder in die Schweiz und damit in Sicherheit zu bringen. Wir entdeckten die Spuren jener mutigen Personen, die während der Schreckensherrschaft der Nazis weder psychische noch psychische Belastungen scheuten, um Menschenleben zu retten. Der Weg ist Teil der Geschichte von Anne-Marie Im Hof, die am 18. Dezember 2010 in Bern verstarb. In Yad Vshem (Jerusalem) bleibt sie als 'Heroin der Menschheit' geehrt.
Der Anlass fand vom 12. auf den 13. Juni 2011 statt.
Über die "reformierte" Seele und einen Hindupriester
Multireligiöse Räume – Modelle und Fragen
Im Juni 2010 erschien bei Springer Wien in der Reihe Kunst und Kirche ein ganzes Magazin, welches sich den Fragen multireligiöse Gebetsräume widmet. Darin wird auch die Frage behandelt, was das Projekt Haus der Religionen von interreligiösen Räumen der Stille unterscheidet und welche Herausforderung sich daraus für die architektonische Gestaltung ergibt. Karl-Josef Kuschel, Sabine Kraft und Hartmut Haas gehören zu den Autoren. Die redaktionelle Verantwortung lag bei Alois Kölbel und Johannes Stückelberger.
Imam-Ausbildung in der Schweiz gewünscht
Ein Studie des Schweizer Nationalfonds zeigt auf: Im schweizerischen Kontext wachsen dem Imam ähnliche Rollen zu, wie sie christliche Pfarrer und Pfarrerinnen haben: religiöser Spezialist, Pädagoge, Gemeindeleiter, Sozialarbeiter, Integrationsfigur, moralisches Vorbild, Seelsorger; dazu kommt die Funktion als Kontaktperson zu Behörden, anderen Religionsgemeinschaften und Medien. Musliminnen und Muslime wünschen sich als Imam einen würdigen und wirksamen Repräsentanten, der ihnen gesellschaftliche Anerkennung verschafft. Die Institutionen sehen im Imam eher eine Instanz der Vermittlung von Normen und Wertvorstellungen der Mehrheitsgesellschaft an die Personen in seinem Wirkungsbereich (These 3).
Integrationspreis für den Verein
Haus der Religionen – Dialog der Kulturen
Laudatio von Edith Olibet, Gemeinderätin für Bildung, Soziales und Sport
Der Integrationspreis der Stadt Bern für das Jahr 2006 wird verliehen an:
Verein „Haus der Religionen – Dialog der Kulturen“
Der Verein „Haus der Religionen – Dialog der Kulturen“ wird für seine besonderen Verdienste um die tatsächliche Integration der Migrationsbevölkerung der Stadt Bern ausgezeichnet. Die Preissumme, die mit dieser Auszeichnung verbunden ist, beträgt Fr. 5 000.-
Die Jury verleiht aus folgenden Gründen dem Verein „Haus der Religionen – Dialog der Kulturen den diesjährigen Integrationspreis:
Der Verein ist eine ausgezeichnete und bislang einmalige Plattform für verschiedene Kultur- und Religionsgemeinschaften. Seit 2001 macht er den Dialog der Kulturen in der Stadt Bern konkret erlebbar. Damit fördert er den Respekt und das friedliche Zusammenleben aller.
Der Verein versteht Integration der verschiedenen Kultur- und Religionsgemeinschaften als einen konkreten sozialen und gesellschaftspolitischen Prozess, der Information, Begegnung, Bildung, Gleichstellung und Zusammenarbeit aller erfordert. Dieser Integrationsbeitrag ist eine wichtige Unterstützung der städtischen Integrationsarbeit.
Der Verein fördert den gerade in der heutigen Zeit so wichtigen Dialog der Kulturen. Seine innovativen Wege, um diesen Dialog zu fördern, finden in der Stadt Bern, über die Stadt Bern und die Schweiz hinaus grosse Beachtung. Damit die Unterschiede als Bereicherung und nicht als Abgrenzung erfahren werden, beinhaltet dieser Dialog ausdrücklich auch nicht-religiös geprägte Wertekonzepte (Aufklärung, Menschenrechte usw.). Diese Offenheit ist beispielhaft.
Der Verein organisiert und führt im Zweijahresrhythmus das Fête KultuRel durch, an welchem neben Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die Bevölkerung in und um Bern zahlreiche Schulklassen, Lehrpersonen und Eltern sich aktiv beteiligen. Auf diese Weise bringt er einer breiten Bevölkerung in einem festlichen Rahmen die Kulte und Riten anderer Religionen näher, weist auf die Bedürfnisse der hier lebenden Angehörigen dieser Religionen und Kulturen hin und baut damit Integrationsbrücken. Das Fête KultuRel bereichert das städtische Leben.
Der Verein hat gemeinsam mit der Fachhochschule Sozialarbeit den Zertifikatslehrgang „Moderation und Mediation im interkulturellen und interreligiösen Dialog“ ins Leben gerufen. Durch Seminare, Ausstellungen und Informationsveranstaltungen macht er die Vielfalt der kulturellen Wirklichkeit der Stadt Bern in breiten Bevölkerungsschichten bekannt. Er ist ein wichtiger Informations- und Bildungsträger und stärkt den Bildungsstandort Bern.
Der Verein setzt sich für eine Gleichstellung und rechtliche Integration der Kultur- und Religionsgemeinschaften und für deren Einbindung in die gesellschaftspolitische Mitverantwortung ein. Er fordert Rechte und weist auch auf die damit verbundenen Pflichten hin.
Seit 2002 plant der Verein einen Bau in der Stadt Bern, in dem das Haus der Religionen und der Dialog der Kulturen einen festen Ort finden sollen. Es ist ihm im Zusammenhang mit dem Planungsprozess gelungen, weitere, auch nichtreligiöse Kreise der Gesellschaft für den Dialog der Kulturen zu sensibilisieren und so für die Achtung der Menschenrechte als Fundament gelungener Integration zu werben.
Mit der Verleihung des Integrationspreises der Stadt Bern 2006 wird das vorbildliche Engagement des Vereins „Haus der Religionen – Dialog der Kulturen“ gewürdigt und öffentlich anerkannt.
Edith Olibet, Direktorin für Bildung, Soziales und Sport
Mit Unterstützung der Warlomont Anger Stiftung
Bern, den 23. Juni 2006
Kultur der Begegnung
Das Haus der Religionen wird ein Ort der Begegnung und des gemeinsamen Nachdenkens sein. Was dazu Maja Wicki, Rifa‘at Lenzin, Willy Spieler und andere vorgedacht haben, finden sie in einer Textsammlung als PDF-Datei hier.
Im Gedenken an Anne Marie Im Hof Piguet -
Guter Geist in böser Zeit
Auf den Spuren jüdischer Flüchtlinge von Chapelle des Bois nach Le Sentier
Mit dem Titel "Guter Geist in böser Zeit" unternehmen wir eine Wanderung von Chapelle des Bois nach Le Sentier durch den Hochjura im französisch-schweizerischen Grenzgebiet. Wir begaben uns damit auf das letzte Wegstück einer Strecke, die während des Zweiten Weltkriegs bei Toulouse begann, um jüdische Kinder in die Schweiz und damit in Sicherheit zu bringen. Wir entdeckten die Spuren jener mutigen Personen, die während der Schreckensherrschaft der Nazis weder psychische noch psychische Belastungen scheuten, um Menschenleben zu retten. Der Weg ist Teil der Geschichte von Anne-Marie Im Hof, die am 18. Dezember 2010 in Bern verstarb. In Yad Vshem (Jerusalem) bleibt sie als 'Heroin der Menschheit' geehrt.
Der Anlass fand vom 12. auf den 13. Juni 2011 statt.
Über die "reformierte" Seele und einen Hindupriester
Multireligiöse Räume – Modelle und Fragen
Im Juni 2010 erschien bei Springer Wien in der Reihe Kunst und Kirche ein ganzes Magazin, welches sich den Fragen multireligiöse Gebetsräume widmet. Darin wird auch die Frage behandelt, was das Projekt Haus der Religionen von interreligiösen Räumen der Stille unterscheidet und welche Herausforderung sich daraus für die architektonische Gestaltung ergibt. Karl-Josef Kuschel, Sabine Kraft und Hartmut Haas gehören zu den Autoren. Die redaktionelle Verantwortung lag bei Alois Kölbel und Johannes Stückelberger.
Imam-Ausbildung in der Schweiz gewünscht
Ein Studie des Schweizer Nationalfonds zeigt auf: Im schweizerischen Kontext wachsen dem Imam ähnliche Rollen zu, wie sie christliche Pfarrer und Pfarrerinnen haben: religiöser Spezialist, Pädagoge, Gemeindeleiter, Sozialarbeiter, Integrationsfigur, moralisches Vorbild, Seelsorger; dazu kommt die Funktion als Kontaktperson zu Behörden, anderen Religionsgemeinschaften und Medien. Musliminnen und Muslime wünschen sich als Imam einen würdigen und wirksamen Repräsentanten, der ihnen gesellschaftliche Anerkennung verschafft. Die Institutionen sehen im Imam eher eine Instanz der Vermittlung von Normen und Wertvorstellungen der Mehrheitsgesellschaft an die Personen in seinem Wirkungsbereich (These 3).
Integrationspreis für den Verein
Haus der Religionen – Dialog der Kulturen
Laudatio von Edith Olibet, Gemeinderätin für Bildung, Soziales und Sport
Der Integrationspreis der Stadt Bern für das Jahr 2006 wird verliehen an:
Verein „Haus der Religionen – Dialog der Kulturen“
Der Verein „Haus der Religionen – Dialog der Kulturen“ wird für seine besonderen Verdienste um die tatsächliche Integration der Migrationsbevölkerung der Stadt Bern ausgezeichnet. Die Preissumme, die mit dieser Auszeichnung verbunden ist, beträgt Fr. 5 000.-
Die Jury verleiht aus folgenden Gründen dem Verein „Haus der Religionen – Dialog der Kulturen den diesjährigen Integrationspreis:
Der Verein ist eine ausgezeichnete und bislang einmalige Plattform für verschiedene Kultur- und Religionsgemeinschaften. Seit 2001 macht er den Dialog der Kulturen in der Stadt Bern konkret erlebbar. Damit fördert er den Respekt und das friedliche Zusammenleben aller.
Der Verein versteht Integration der verschiedenen Kultur- und Religionsgemeinschaften als einen konkreten sozialen und gesellschaftspolitischen Prozess, der Information, Begegnung, Bildung, Gleichstellung und Zusammenarbeit aller erfordert. Dieser Integrationsbeitrag ist eine wichtige Unterstützung der städtischen Integrationsarbeit.
Der Verein fördert den gerade in der heutigen Zeit so wichtigen Dialog der Kulturen. Seine innovativen Wege, um diesen Dialog zu fördern, finden in der Stadt Bern, über die Stadt Bern und die Schweiz hinaus grosse Beachtung. Damit die Unterschiede als Bereicherung und nicht als Abgrenzung erfahren werden, beinhaltet dieser Dialog ausdrücklich auch nicht-religiös geprägte Wertekonzepte (Aufklärung, Menschenrechte usw.). Diese Offenheit ist beispielhaft.
Der Verein organisiert und führt im Zweijahresrhythmus das Fête KultuRel durch, an welchem neben Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die Bevölkerung in und um Bern zahlreiche Schulklassen, Lehrpersonen und Eltern sich aktiv beteiligen. Auf diese Weise bringt er einer breiten Bevölkerung in einem festlichen Rahmen die Kulte und Riten anderer Religionen näher, weist auf die Bedürfnisse der hier lebenden Angehörigen dieser Religionen und Kulturen hin und baut damit Integrationsbrücken. Das Fête KultuRel bereichert das städtische Leben.
Der Verein hat gemeinsam mit der Fachhochschule Sozialarbeit den Zertifikatslehrgang „Moderation und Mediation im interkulturellen und interreligiösen Dialog“ ins Leben gerufen. Durch Seminare, Ausstellungen und Informationsveranstaltungen macht er die Vielfalt der kulturellen Wirklichkeit der Stadt Bern in breiten Bevölkerungsschichten bekannt. Er ist ein wichtiger Informations- und Bildungsträger und stärkt den Bildungsstandort Bern.
Der Verein setzt sich für eine Gleichstellung und rechtliche Integration der Kultur- und Religionsgemeinschaften und für deren Einbindung in die gesellschaftspolitische Mitverantwortung ein. Er fordert Rechte und weist auch auf die damit verbundenen Pflichten hin.
Seit 2002 plant der Verein einen Bau in der Stadt Bern, in dem das Haus der Religionen und der Dialog der Kulturen einen festen Ort finden sollen. Es ist ihm im Zusammenhang mit dem Planungsprozess gelungen, weitere, auch nichtreligiöse Kreise der Gesellschaft für den Dialog der Kulturen zu sensibilisieren und so für die Achtung der Menschenrechte als Fundament gelungener Integration zu werben.
Mit der Verleihung des Integrationspreises der Stadt Bern 2006 wird das vorbildliche Engagement des Vereins „Haus der Religionen – Dialog der Kulturen“ gewürdigt und öffentlich anerkannt.
Edith Olibet, Direktorin für Bildung, Soziales und Sport
Mit Unterstützung der Warlomont Anger Stiftung
Bern, den 23. Juni 2006
Kultur der Begegnung
Das Haus der Religionen wird ein Ort der Begegnung und des gemeinsamen Nachdenkens sein. Was dazu Maja Wicki, Rifa‘at Lenzin, Willy Spieler und andere vorgedacht haben, finden sie in einer Textsammlung als PDF-Datei hier.
Kunst und Kirche
Multireligiöse Gebetsräume
mit einem Beitrag zum
Haus der Religionen in Bern.
Heft 2 2010 Springer Wien
Menschen und Horizonte
Beitrag Radio DRS zum Projekt Haus der Religionen
Studie Imam-Ausbildung in der Schweiz
"So kommt denn alle, aus jedem Volk, jeder Sprache und Religion. Kommt und trennt Euren Rat nicht vom gemeinsamen Plan für das allgemeine Wohl!"
Jan Amos Comenius
Kunst und Kirche
Multireligiöse Gebetsräume
mit einem Beitrag zum
Haus der Religionen in Bern.
Heft 2 2010 Springer Wien
Menschen und Horizonte
Beitrag Radio DRS zum Projekt Haus der Religionen
Studie Imam-Ausbildung in der Schweiz
"So kommt denn alle, aus jedem Volk, jeder Sprache und Religion. Kommt und trennt Euren Rat nicht vom gemeinsamen Plan für das allgemeine Wohl!"
Jan Amos Comenius